RückkehrerCouch

Wirtschaft bewegt – Rückkehrer Brandenburg – Video

MOZ.de –  Rückkehrer „Mir fehlt gar nichts“



Lando Wegner: seit 2017 wieder in Buckow

Davor lebte ich von 2008-2017 in NRW Kreis Kleve, ich bin zurück gekommen da es nirgends so gut wie in der Heimat ist!!! Zugleich führte mich die Liebe wieder nach Buckow, außerdem komm ich nicht ganz mit der Mentalität der Menschen in NRW klar, immer höher immer weiter. Das kann nicht der ganze Lebensinhalt eines Menschen sein. Zudem fehlte mir die Natur, Seen, Wälder und das typische Dorfleben 👌
Und ich kann jedem raten, der von hier kommt, mal in sich zugehen und sich zu fragen was will man eigentlich und was fehlt. Alle die mir dann sagen, daß das hier alles nicht fehlt, lebt meiner Meinung nach nicht!
Das lustige an der Rückkehr war, das es so leicht ging. Habe natürlich mich schon vorher nach Arbeit umgesehen und auch gleich etwas gefunden, also kein Problem im Osten 😀 Unterstützung natürlich durch meine Familie und meiner Freundin+Familie erhalten, wo ich auch sehr sehr dankbar für bin!!! 

Klar ist Geld nicht alles!!! Nur würde ich mir für die Zukunft wünschen das die Löhne endlich mal angeglichen werden,da man die gleichen arbeiten verrichtet!!! Ob ich hier oder in NRW einkaufen gehen es bleibt das gleiche.
Ich hasse es auch Ossi genannt zu werden hallo wir haben 2019 und von der Wende habe ich eh nichts mitbekommen!!!


Juliane Grützmacher: 32 Jahre, Geschäftsführerin der Betreibergesellschaft der Marienkirche Müncheberg, 3 Kinder, wohnt in Liebenhof, Rückkehrerin nach 8 Jahren Berlin

Ich bin sehr froh, wieder in die Märkische Schweiz zurückgekehrt zu sein, weil ich ein Familienleben mit meiner Tochter und meinem Mann in der Stadt als eher stressig empfunden habe. Die räumliche Nähe zu meinen Eltern und Schwiegereltern und deren Engagement  in der Kinderbetreuung ermöglicht uns in unserer Berufsausübung und im Alltag mehr Flexibilität. Im Grünen zu leben, heißt für mich aber auch, Erholungsmomente in den Alltag integrieren zu können. Die Märkische Schweiz bedeutet fur mich Heimat. Man kann hier gut leben, weil hier die kulturelle und soziale Infrastruktur, gestärkt durch den Tourismus, besonders vielfältig, belebt und aktiv ist.


Fabian Brauns: 38 Jahre, Dipl. Soziologe, 2 Kinder, wohnt in Buckow, Rückkehrer nach 15 Jahren Berlin

Ich bin zurückgekommen, weil knapp 15 Jahre Berlin gereicht haben, sich ein Teil meines Freundeskreises wieder Richtung Heimat orientierte und Buckow ein toller Ort ist, um eine Familie zu gründen. Und natürlich war da auch so etwas wie Heimweh. Ich liebe die unverbaute, natürliche Art der Brandenburger*innen, knorrige Kiefern und Bockwurst auf der Pappe an der nächsten Tankstelle. Wenn man beim reinbeißen alte Schulkameraden trifft, die mit Mörtel bekleckert von der Arbeit kommen ist das ein perfekter Tag!  Ich bin froh (wieder) hier zu sein, da ich das große Privileg habe, dass ich das Haus meiner Eltern übernehmen durfte und meine Kinder jetzt dieselben wunderbaren Kindheitserfahrungen erleben dürfen wie ich sie als ich Kind hatte. Anderen Rückkehrern möchte ich mit auf den Weg geben, dass sie nicht ausschließlich auf gute Jobs und die besten Verdienstmöglichkeiten schauen dürfen, hier kann Brandenburg leider nicht mit industriellen Ballungsräumen mithalten. Schaut auf Eure Familien die tolle Landschaft und vielleicht auch auf Vorzüge wie Kindertagesstätten, die ganzjährig täglich und hoffentlich auch bald komplett kostenfrei zur Verfügung stehen – und hört auf Euer Bauchgefühl. Wenn ich nochmal zurückkehren würde, dann würde ich alles genauso machen. Vielleicht nicht ganz so kritisch mit den teilweise sehr störrischen Einstellungen der Einheimischen (Noch, nie weg gewesenen) umgehen.


Susann Kaufmann: 32 Jahre, Betriebswirtin, 4 Kinder, wohnhaft im Oderbruch, Rückkehrerin aus Hamburg 

Ich bin Susann und lebe seit 2012 wieder hier in Märkisch-Oderland. Davor lebte ich für 2 Jahre in Hamburg, um meine Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit zu absolvieren. Anschließend ging ich für 4 Jahre nach Berlin und studierte im dualen System BWL und war beim Weltmarktführer für Sicherheitsdienstleistungen im operativen Dienst, im Controlling und Vertrieb tätig.

Ich bin zurückgekommen, weil bei jeder Autofahrt von Hamburg in die Heimat das Begrüßungsschild an der A24 vom Land Brandenburg bei uns einen derart emotionsgeladenen Finger-Trommelwirbel auf Lenkrad und Armaturen, begleitet von Jubelschreien auslöste, dass es nicht die Frage war, ob, sondern wann wir zurückkehren werden.

Märkisch-Oderland bedeutet für mich mein Aufwachsen, Fortgehen, Wiederkommen und mein Ankommen. Es sind die prägenden und beiläufigen Erfahrungen, die ich mache. Die Dinge, die mich interessieren. Die Menschen, die ich liebe. Es sind die Herzensangelegenheiten, denen ich hier Raum gebe. Und: es sind die Märkische Schweiz und das Oderbruch, die mich ruhig und friedlich stimmen.

Anderen Rückkehrern und Zuzüglern möchte ich gern mitgeben, auf die innere Stimme zu hören und der Intuition zu folgen. Niemand sonst weiß besser, welchen Weg wir wann, wie und wo gehen müssen.


Sebastian Benz: 32 Jahre, Zimmermann, 2 Kinder, wohnhaft in Müncheberg, Rückkehrer nach 10 Jahren Berlin